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Welche Strafe erwartet mich, wenn ich mein Balkonkraftwerk nicht angemeldet habe?

Ein Balkonkraftwerk ist nicht nur eine lohnende Investition, sie ist auch finanziell überschaubar. Für viele Interessenten bedeutet es den Einstieg in die eigene Stromproduktion, mehr Unabhängigkeit vom Netzbetreiber und das aktive Mitwirken am Klimaschutz. Der jüngste politische Beitrag, für den Erwerb und die Installation von Photovoltaik-Anlagen mit einer maximalen Anlagenleistung unter 30 kWp die Mehrwertsteuer auf 0 % zu setzen, ist ein gutes Zeichen. Bei der Anmeldung müssen Sie trotzdem einiges beachten. Die gute Nachricht ist: bisher kam uns noch nichts von geforderten Strafen zu Ohren, wenn man sein Balkonkraftwerk zu spät oder nicht angemeldet hat. Empfehlen würden wir Ihnen die ordnungsgemäße Anmeldung aber trotzdem.

Inhaltsverzeichnis

1.) Wo kann und wann Sie Ihr Balkonkraftwerk anmelden müssen

2.) Entscheidend für Ihr Balkonkraftwerk – die 600W-Grenze des Wechselrichters

3.) Die Anmeldung des Balkonkraftwerks bei der Bundesnetzagentur

4.) Drohen mir Strafen, wenn ich mein Balkonkraftwerk nicht anmelde?

5.) Muss ich mein Balkonkraftwerk anmelden oder nicht?

6.) Fazit

7.) FAQs

 

Wo kann und wann Sie Ihr Balkonkraftwerk anmelden müssen

Die Anmeldung Ihres Balkonkraftwerks kostet etwas Zeit, ist aber relativ überschaubar. Bei Balkonkraftwerken, deren Wechselrichter unter der Leistungsgrenze von 600 Watt liegt, ist der Betrieb für den privaten Verbrauch ohne Genehmigung erlaubt. Diese Bagatellregelung unterscheidet die kleinen Balkonkraftwerke von den größeren, hauptsächlich gewerblich genutzten Photovoltaikanlagen. Die Betreiber eines Balkonkraftwerks sind trotzdem dazu verpflichtet, ihre Anlage bei ihrem Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur anzumelden. Achten Sie hierbei auf den feinen Unterschied zwischen einer Genehmigung und einer einfachen Anmeldung. Die reine Anmeldung macht i. d. R. wenig Aufwand, sie ist eben lediglich eine Meldung.

Ihr Balkonkraftwerk sollten Sie vor dem Betriebsstart bei Ihrem zuständigen Netzbetreiber anmelden. Nach der Inbetriebnahme lassen Sie Ihre Anlage bitte innerhalb des ersten Betriebsmonats bei der Bundesnetzagentur registrieren. In der Bundesnetzagentur wird Ihr Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister eingetragen. Die Anmeldung ist gebührenfrei und kann von Ihnen vorgenommen werden, vor Jahren war dies noch einem Elektriker vorbehalten. Die Unterlagen für die Anmeldung Ihres Balkonkraftwerkes bei Ihrem Netzbetreiber können unterschiedlich ausfallen. Sie bestehen aber meist aus einem Muster für ein vereinfachtes Anmeldeverfahren, einer Erklärung zur Konformität des Wechselrichters und einer Bescheinigung zur Unbedenklichkeit des Wechselrichters.

Entscheidend für Ihr Balkonkraftwerk – die 600W-Grenze des Wechselrichters

Pro Haushalt ist in Deutschland ein Balkonkraftwerk 600W erlaubt, dessen Wechselrichter die Leistungsgrenze von 600 Watt nicht übersteigt. Liegt Ihre Anlage innerhalb dieser Bagatellgrenze, müssen Sie keine Genehmigung beantragen und können das vereinfachte Anmeldeverfahren für Ihr Balkonkraftwerk nutzen. Innerhalb dieses Limits können Sie auch entscheiden, ob Sie ein oder zwei Solarmodule anschließen wollen. Dabei kann die Leistung der einzelnen Module auch höher ausfallen, denn die Grenze für Ihr Balkonkraftwerk 600W bezieht sich explizit auf die Maximal-Leistung des Wechselrichters. Der Wechselrichter ist ein entscheidendes Bauteil des Balkonkraftwerkes. Der Strom, welcher von den Solarmodulen als Gleichstrom aus der Sonnenenergie gewonnen wird, durchläuft den Wechselrichter, wo er in Wechselstrom gewandelt wird. Erst dadurch wird er für das Hausnetz und die gängigen Endgeräte nutzbar. Der Wechselrichter überwacht außerdem die Daten der gesamten Anlage. Abhängig von den jeweiligen Leistungsbereichen kommen unterschiedliche Wechselrichter zum Einsatz. Wir bieten mit den Hoymiles Wechselrichtern in den Leistungsklassen 300 Watt, 600 Watt und 1.800 Watt eine der erfolgreichsten und flexibelsten Solar-Wechselrichter-Lösungen an. Die Leistung der einzelnen Solarmodule sollte nicht zu niedrig gewählt werden, damit sie auch bei geringerem Sonneneinfall die Maximal-Leistung des Wechselrichters von 600 Watt ausschöpfen können. Mit der 600W-Grenze des Balkonkraftwerks ist letztendlich immer die maximale Einspeiseleistung des Wechselrichters gemeint. Andere europäische Staaten setzen diese Bagatellgrenze etwas höher an als die 600 Watt, die in Deutschland gelten.

Die Anmeldung des Balkonkraftwerks bei der Bundesnetzagentur

Außer beim Netzbetreiber muss Ihr Balkonkraftwerk auch bei der Bundesnetzagentur angemeldet und im Marktstammdatenregister eingetragen werden. Die Bundesnetzagentur, deren vollständiger Name „Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen“ schon sehr viel über ihre komplexe Bestimmung sagt, ist ihrer Stellung nach eine Bundesoberbehörde. Sie wurde 1998 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Bonn. Die Aufgabe der Agentur als oberste deutsche Regulierungsbehörde besteht unter anderem in der Förderung eines fairen Wettbewerbs in den verschiedenen Netzmärkten und der Wahrung von Verbraucherrechten. Ihre Befugnisse im Strommarkt sind weitreichend und damit auch die Rolle der Bundesnetzagentur bei der Energiewende. Die Bundesnetzagentur sammelt Daten und erstellt regelmäßige Monitoringberichte.

Sie führt das Marktstammdatenregister, welches die Daten aller Energieanlagen Deutschlands zentral zusammenführt. Bevor die Agentur mit dem Einheitsregister startete, wurden diese Daten dezentral gesammelt, was zu erheblichem Mehraufwand führte. Durch die einheitliche Registrierung soll das gesamte System vereinfacht und die Bearbeitung optimiert werden. Rechtsgrundlage dafür ist die Marktstammdatenregisterverordnung. Als meldepflichtige Akteure müssen sich auch die Betreiber von Balkonkraftwerken bei der Bundesnetzagentur anmelden, auch wenn ihre Stromproduktion eher überschaubar ist. Die Anmeldung Ihres Balkonkraftwerks bei der Bundesnetzagentur soll innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme erfolgen.

Drohen mir Strafen, wenn ich mein Balkonkraftwerk nicht anmelde?

Indem Sie Ihr Balkonkraftwerk bei der Bundesnetzagentur und bei Ihrem Netzbetreiber anmelden, gehen Sie auf Nummer sicher und ersparen sich Unsicherheiten und Irritationen. Die Überlegung, Ihr Balkonkraftwerk nicht anzumelden, halten wir für nicht empfehlenswert, da der Bürokratieaufwand überschaubar ist. Die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist verpflichtend und hat mit der Marktstammdatenregisterverordnung ein Instrument zur Durchsetzung. Diese „Verordnung über das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten (Marktstammdatenregisterverordnung – MaStRV)“ ließe wohl Ahndungen zu, uns sind bisher allerdings keine Fälle bekannt geworden, in denen ein Bußgeld oder eine Strafe gezahlt werden musste, weil das Balkonkraftwerk nicht angemeldet wurde.

Muss ich mein Balkonkraftwerk anmelden oder nicht?

Angesichts der jüngsten Energiepreisentwicklungen ist die steigende Popularität einer hauseigenen Stromproduktion bei vielen Konsumenten nur logisch. Die Entscheidung der Politik, die Mehrwertsteuer für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf 0 % zu setzen, kommt dieser Tendenz entgegen. Ökologisch macht die Photovoltaik angesichts der drängenden Notwendigkeit zur Bewahrung einer gesunden Umwelt und zu mehr Nachhaltigkeit ohnehin Sinn. Es ist einfach höchste Zeit, sich neuen Varianten der Energiegewinnung, ihres Transfers und Verbrauchs zu öffnen. Dabei kann es nur gut sein, wenn dieser Trend zur Eigeninitiative von immer mehr Teilen der Bevölkerung aktiv aufgegriffen wird. Wir erleben in unserem Geschäftsalltag eine Vielzahl von Kunden, deren Hauptmotivation für eine Balkonkraftwerk-Entscheidung nicht nur in der finanziellen Ersparnis liegt. Zunehmend wollen unsere Kunden aktiv an einem pragmatischen Umweltschutz teilnehmen. Wir treffen aber auch oft auf ein Unverständnis unserer Kunden über die wahrgenommene Umständlichkeit der Anmeldeformalitäten. Viele stellen sich die Frage, ob sie ihr Balkonkraftwerk anmelden sollen oder nicht. Auf der einen Seite gibt es in Deutschland für den Betrieb von Balkonkraftwerken keine bindenden Vorschriften, auf der anderen Seite müssen sie Photovoltaikanlagen bei der Bundesnetzagentur registriert werden und beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung im Marktbereich Photovoltaik noch am Anfang steht. Es bleibt abzuwarten, welche Richtung dabei Regulierungen und Förderpolitik angesichts realer Sachzwänge einschlagen werden. Bei der Frage, ob Sie Ihr Balkonkraftwerk anmelden sollten oder nicht, empfehlen wir Ihnen natürlich den ordnungsgemäßen Weg der Anmeldung beim Netzbetreiber sowie der Bundesnetzagentur. So gehen Sie widrigen Eventualitäten aus dem Weg.

Fazit

Angesichts der aktuellen Fragen in der Energiepolitik, der Notwendigkeit einer stabilen Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit Energie, der Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes und damit der Herausforderungen des Klimawandels stehen alle Zeichen auf Handeln. Die Investition in ein Balkonkraftwerk kombiniert die autarke Stromerzeugung mit einer deutlichen Einsparung an Stromkosten, einer schnellen Amortisation und den nachhaltigen Vorteilen für die Umwelt. Das gibt es jetzt mit einer Mehrwertsteuer zum Nulltarif.

Fangen wir an!

Warten Sie nicht länger und starten Sie noch heute mit der unabhängigen Stromerzeugung. Hier finden Sie Ihr passendes Balkonkraftwerk.

FAQs

Frage 1: Wo muss ich mein Balkonkraftwerk anmelden?

Sie melden Ihr Balkonkraftwerk bitte bei Ihrem zuständigen Netzbetreiber an und lassen es außerdem im Marktstammdatenregister bei der Bundesnetzagentur registrieren. 

Frage 2: Gibt es eine Leistungsgrenze für ein Balkonkraftwerk 600W bei der Anmeldung? 

Die erlaubte Leistungsobergrenze eines Balkonkraftwerkes 600W für den privaten Verbrauch pro Haushalt liegt bei einer Maximalleistung des Wechselrichters von eben diesen 600 Watt. Bei höheren Leistungswerten wird die Anmeldung aufwendiger. 

Frage 3: Drohen mir Strafen oder Bußgelder, wenn ich mein Balkonkraftwerk nicht angemeldet habe?

Grundsätzlich sind die Anmeldungen Ihres Balkonkraftwerkes bei der Bundesnetzagentur und Ihrem Netzbetreiber Pflicht. Bisher sind uns allerdings keine Forderungen zu Strafen oder Bußgeldern bekannt geworden, wenn man das Balkonkraftwerk nicht angemeldet hat. 

 

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